Von Helmut Wenzel

Fließ – Nur noch ältere Fließer wussten, dass sich unterhalb der Barbarakirche ein verwachsender, teilweise kaum noch sichtbarer Weg befindet. Es war einst der Steig, der die rund 210 Jahre alte Barbara- mit der viel älteren Maaßkirche verbindet. Die Pfarre, Gemeinde und Sponsoren wie TVB TirolWest, Verein Via Claudia Augusta und die Tiwag unterstützten die Idee, dort einen „Pfarrer-Maaß-Gedenkweg“ mit sieben Stationen zu gestalten.

Seit März haben ehrenamtlicher Helfer schweißtreibende Arbeit mit Sägen, Pickeln und Schaufeln vollbracht. Die Laien-Initiative konnte auch drei Berufsschulen, Designer, einen Baumeister und hochqualifizierte Handwerker gewinnen.

Am Eingang des Gedenkweges, unweit der Barbarakirche, soll in den kommenden Tagen ein Brunnen sowie eine Gedenktafel mit der Biografie des alten heiligmäßigen Fließer Pfarrers Alois Simon Maaß fertig gestellt werden. Aus Schülerhand stammen Reliefs und Sitzbänke. Spezialisten haben in mühsamer Handarbeit mehrere Trockensteinmauern angelegt. Auch ein Glockenturm mit der Maaßglocke und ein Beichtstuhl werden entlang des Weges errichtet.

„Die Stationen laden mit Zitaten und Lebensereignissen aus der Biografie von Pfarrer Maaß zu Besinnung und Einkehr ein“, erläuterte der jetzige Pfarrer Martin Riederer, „mit dem Brunnen am Kirchplatz wird die Primiz von Maaß in Kaltenbrunn und seine innige Beziehung zu diesem Wallfahrtsort thematisiert.“ Das Vermächtnis des bedeutenden Oberländer Seelsorgers – „alles einander verzeihen, vergeben und vergessen“ – entlässt den Wanderer wieder ins Dorfleben.

Der in der Bevölkerung angesehene Priester Simon Alois Maaß (1758–1846) hat 41 Jahre in Fließ gewirkt. Er war zunächst Lehrer, Mesner und Organist, bevor er 1781 in Brixen zum Priester geweiht wurde. Zunächst kam er als Seelsorger nach Inzing. Von dort sind „auffallende Vorkommnisse überliefert, die an das Wunderbare grenzen“, heißt es in der Pfarrchronik. 1805 wurde er nach Fließ versetzt. Und weiter: „Was ihn auszeichnete, in den Augen des Volkes zu einem heiligen Priester gemacht hat, war seine große Freundlichkeit, ja Herzlichkeit. Hinzu kam die Bescheidenheit, nicht nur im Auftreten, in seiner ganzen Einstellung. Er lebte in strengster Armut.“ Weit über die Grenzen Tirols hinaus wurde der alte Fließer Pfarrer als Hellseher, Prophet, Exorzist – aber auch als Arzt bekannt. Die mündlichen Überlieferungen über Pfarrer Maaß hat der Zisterziensermönch von Stams, Meinrad Bader, erstmal im Jahr 1899 in einem Büchlein zusammengefasst.

Pfarrer Maaß Steig // Fließ



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DI Stefan Jenewein
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